Vakuumtechnik
Unter einem Vakuum versteht man einen weitgehend luftleeren Raum. In der Vakuumtechnik entsteht dieses Vakuum, indem Gas aus einem geschlossenen Volumen – beispielsweise einer Vakuumkammer – mithilfe einer Vakuumpumpe entfernt wird. Dadurch nehmen sowohl Gasdruck als auch Gasdichte kontinuierlich ab. Der verbleibende Druck wird als Endvakuum bezeichnet und als Absolutdruck in mbar angegeben. Dieser liegt deutlich unter dem normalen Atmosphärendruck.
Welche Arten von Vakuum gibt es?
In Vakuumverpackungsmaschinen wird typischerweise im Bereich des Grobvakuums gearbeitet, wobei ein Endvakuum von bis zu etwa 2 mbar erreicht wird.
Je nach Höhe des verbleibenden Drucks wird in der Vakuumtechnik zwischen verschiedenen Vakuumbereichen unterschieden:
Einflussfaktoren auf die Evakuierungszeit
Die Evakuierungszeit beschreibt die Zeitspanne, die benötigt wird, um den Druck in der Vakuumkammer auf das gewünschte Niveau abzusenken. Sie wird von mehreren technischen und produktspezifischen Faktoren beeinflusst:
Zielvakuum
Je niedriger der gewünschte Enddruck, desto länger dauert die Evakuierung.
Volumen
Größere Kammern oder Verpackungsvolumen erfordern mehr Zeit zur Druckabsenkung.
Vakuumpumpe
Die Leistung der Pumpe bestimmt maßgeblich die Evakuiergeschwindigkeit.
Leitungsquerschnitte
Engstellen im System können den Gasstrom begrenzen.
Dichtigkeit
Leckagen im System verlängern die Evakuierungszeit deutlich.
Produktbeschaffenheit
Feuchtigkeit und eingeschlossene Luft im Produkt beeinflussen den Prozess zusätzlich.

